Felsenmal Kriegerdenkmal

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Kriegerdenkmal
Zustand:
Gut
Denkmalstatus:
steht unter Denkmalschutz
Erfassungsqualität:
Ort (Bezirk):
4801 Traunkirchen (Gmunden)
Adressbeschreibung:
Befindet sich an der Südseite des Johannesberges.
Adresse (Ortschaft):
Ortsplatz (Traunkirchen)
Breiten-, Längengrad:
47.844583822638, 13.790861964226 (Navigation starten)
Inschrift
Inschriftentyp

Spruch
„WIR HABEN FÜR DER HEIMAT FRIEDEN UNS GEOPFERT; DOCH FREIHEIT, FRIEDEN FORDERN OPFER AUCH VON EUCH!“.

Einfache Inschrift
EHRE UNSEREN HELDEN FRIEDE ALLER WELT

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Aus dem Felsen in Blockschrift herausgemeißelte Inschriften.


Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
UNSEREN SÖHNEN DER BEIDEN WELTKRIEGE ZUM GEDENKEN MCMXIV - MCMXVIII und MCMXXXXIX - MCMXLV

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Aus dem Felsen in Blockschrift herausgemeißelte Inschrift. Die röm. Zahlen weisen auf den 1. Weltkrieg 1914 - 1918 und den 2. Weltkrieg 1939 -1945.


Symbol

Kreuz: Lateinisches Kreuz
Vor der Felseninschrift wurde ein lateinisches Kreuz herausgemeißelt.


Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
DIE HEIMAT MCMLXVI

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Ebenfalls aus dem Fels gemeißelt die Inschrift mit der römische Jahreszahl 1966, dem Entstehungsjahr des Denkmales.

Besondere Funktion
Fronleichnamsstation
Zu Fronleichnam wird die 4. Station an diesem Ort gefeiert. Zu Allerheiligen gedenkt man den gefallenen toten Soldaten.
Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit geraden Enden)

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur


Profane Figur
Material für Figuren

Stein

Profane Ikonographie

Person
Aus dem Stein gehauen eine Frau (Mutter), die einen jungen Mann (Sohn) festhält, dessen Kopf in die Ferne gerichtet ist.


Profane Figur
Material für Figuren

Stein

Profane Ikonographie

Person
Seitliche Darstellung eines Engels mit erhobenen Händen die eine Schale tragen. Diese kann laut Offenbarung 15,1 -16,21 als Schale des Zorns gesehen werden. Es könnte sich aber auch um Fürsorge, Hingabe und die Verbindung zu Gott handeln.

Objekt
Die Waage zeigt an, dass das Opfer angenommen worden ist.

Künstler

Moser, Sepp (1925 - 1985)

Stein
Stein-Art

Kalkstein
In den Felsen figurale Darstellungen und Texte herausgearbeitet.

Stein-Technik

behauen
30 cm hohe und 6 cm tiefe Buchstaben


Metall
Metall-Art

Kupfer
Kupfertafel am Opferaltar

Metall-Technik

getrieben
Die Namen der Soldaten sind auf der Kupfertafel ersichtlich.

Errichtung
1964 - 1966

Errichtungsgrund
Anlass mit zurückliegendem/historischem Bezug

Kriegerdenkmal

1958 wurde der Bildhauer Josef Moser aus Neukirchen mit der Gestaltung des neuen Kriegerdenkmals beauftragt. In den Jahren 1964 bis 1966 arbeitete Josef Moser im Felsen der Südwand des Johannesberges die figuralen Darstellungen heraus. Zentral steht der Spruch „UNSEREN SÖHNEN DER BEIDEN WELTKRIEGE ZUM GEDENKEN MCMXIV - MCMXVIII und  MCMXXXXIX – MCMXLV“.  Unterhalb der Widmung ist die opfernde Seele, das Opferfeuer lodert zum Himmel, herausgemeißelt. Im engen Zusammenhang steht „Wir haben für den Heimat Frieden uns geopfert; doch Freiheit, Frieden fordern Opfer auch von euch!“. Die Hinterbliebenen sind durch Mutter und Kind links auf dem hohen Felsen dargestellt. „Ehre unsern Helden, Friede aller Welt“ steht in 30 cm hohen und 6 cm tiefen Buchstaben dabei. Die Waage zeigt an, dass das Opfer angenommen worden ist. Die 3. Figur ist der Engel, der die Frucht des Opfers, Frieden und Segen, bringt.

Wie die Felsen in der Heimat bleiben Lebende und Tote vereint, bleibt das Mahnmal gekrönt von der stillen Johannesbergkirche. Hier beten alle, mahnen uns die Helden, geloben die Lebenden.

Unter dem Kriegerdenkmal befindet sich der Opferaltar. Seine Wände tragen auf Kupfertafeln die Namen der Helden (Gefallene im ersten und zweiten Weltkrieg).

Am 30.10.1966 wurde das Felsenmal durch Pfarrer KonsRat Erich Nürnberger gesegnet.

Literaturquelle
1997
Traunkirchen 2. erweiterte Auflage,
Ferdinand Mittendorfer, Seite 196-197
alternative Quelle
Recherche 2025, Ing. Alois Siegesleitner
Datenbankerfassung
2026-07
Siegesleitner Alois
Letzte Überarbeitung
2026-07
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich