Badbergkapelle in Schaffetschlag

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Einfache Kapelle
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Vorgänger:
Ort (Bezirk):
4182 Oberneukirchen (Urfahr-Umgebung)
Adressbeschreibung:
An der Zufahrtsstraße zu Haus Schaffetschlag 8
Adresse (Ortschaft):
Schaffetschlag 8 (Schaffetschlag)
Breiten-, Längengrad:
48.466543849981, 14.211962222576 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
360 cm

b) Gesamtbreite:
220 cm

c) Gesamttiefe:
305 cm
AKfKDF Bemassung Kapelle Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Jahreszahl
1978

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Die Jahreszahl ist ein Renovierungsdatum und oben ins Altargitter, das den gesamten Raum einnimmt, integriert.


Inschrift
Inschriftentyp

Christusmonogramm (IHS)
In ein Dreieck gestellt im Giebeldreieck, grau gemalt

Tür
Türsturz

Bogenförmiger Sturz
Rundbogen

Türblatt

Glastür


Kreuz
Kreuzform

Patriarchen Kreuz (mit getatzten Enden)

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
Giebelkreuz


Kapellenausstattung

Altar

Mauerwerk
Mauerwerk-Art

Lehmziegel - gebrannt (Ton)

Mauerwerk-Technik

verputzt
Weiß gestrichen , der Sockel die Mauerkanten Traufen und Giebelfeldlinien sowie die schmale Türfasche sind grau gestrichen. Das leicht geschweifte ziegelgedeckte Satteldach ziert ein gezackt geschnittenes Stirnbrett.

Errichtung
2020

Votationsgrund
Errettung bei Krankheit

Die ursprüngliche Kapelle deren Errichtzungszeit nicht bekannt ist könnte auf Grund der gefundenen Votivgaben auf die Genesung eines Kindes als Errichtungsgrund deuten.

Begehbare Kapelle mit Eternit gedecktem Satteldach. Die Bekrönung ist ein Patriarchenkreuz mit getatzten Enden.
Außen am Giebelfeld IHS in einem Dreieck.

Laut Frau Frieda Preuer wurde die Kapelle 1979 abgerissen und von den Nachbarn neu errichtet. Im Sockel im Inneren der Kapelle wurde ein Eisenrohr eingemauert, darin befindet sich ein Zettel mit allen Namen der Helfer und Materialspender.

Bei den Abrissarbeiten kamen im Boden ein Kinderschuh aus Filz und eine Kinderkrücke zum Vorschein. Da es keine Überlieferung gibt, nimmt man an, dass der Grund für die Errichtung die Genesung eines Kindes war. Die Votivgaben wurden im Dach der neuen Kapelle aufbewahrt.

Nachdem die Kapelle in der Nähe vom Gasthaus Schöftner, früher Glansegg, an der Zwettler Straße einem Garagenbau weichen musste, wurde sie von Herrn Fröhlich Max am 30.Oktober 2020 abtransportiert und am neuen Standort in Schaffetschlag wiedererrichtet.

Gittertür:
Bei der Renovierung der Gittertür wurde die alte Tür, mit abgesetzten Segmentbogen raumfüllend mit einem neuen Schmiedeeisenrahmen versehen. Oben mittig ist das Renovierungsjahr 1978 eingesetzt, flankiert von 2 Doppelspiralen. Seitlich wechseln sich zueinander gestellte, einfache Spiralen ab, gedrehte Stangen durchbrechen das Muster. 
Das dreigeteilte alte Stangengitter aus Bandeisen ist zweigeteilt. Die weiter gestellten oberen Stangen sind bogig verbunden und jeder zweite zu einer Halbspirale aufgedreht und mit einer geraden durchgehenden Stange mit einem Bündel befestigt. Im  darüber befindlichen Segmentbogen zieren Blattwerk und Rosetten, gehalten von einer mittig gesetzten Rocaille den Leerraum.

Der als Band gestaltete, schmale Mittelteil der Tür ist gefüllt mit einzelnen Akanthusblättern, Rosetten und zentral einer Blüte, die umgeben ist von einem ovalen Lorbeerkranz. Darunter endet die Tür in enger gestellten, unverzierten Stangen.

Literaturquelle
2022
Schätze der Waxenberger Kultur-Landschaft,
Friedrich Wimmer, Seite 40
Datenbankerfassung
2026-09
Wimmer Fritz
Letzte Überarbeitung
2026-10
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich