Die Bausubstanz betreffend stellt die Eisenbahnbrücke die älteste der drei Donaubrücken in der Landeshauptstadt dar. Bereits in den 1890ern überlegte man den Bau einer Brücke mit getrennten Fahrbahnen für den Bahn- und Automobilverkehr. Aus Kostengründen wählte man eine kombinierte Fahrbahn. Nach Überwindung der finanziellen Hürden konnte 1897 mit dem Bau begonnen werden. Die benötigten Mittel kamen von der Stadtgemeinde Linz, der Mühlkreisbahn und öffentlichen Subskriptionsgeldern, das neu gegründete k.k. Eisenbahnministerium übernahm die Durchführung des Baues. Das Hochwasser 1899 erschwerte das zügige Vorankommen. Am 14. November 1900 wurde die „Neue Donaubrücke“ eröffnet. Sie gilt als ein Bauwerk, das dem modernen Brückenbau der damaligen Zeit entsprach, aber auch die Erfahrungen aus der Vergangenheit berücksichtigte. Seither ist die Mühlkreisbahn "mit dem Weltverkehr" verbunden und "die Eintracht zwischen den Schwestergemeinden Linz und Urfahr" gesichert.
Am 3.März 1497 bewilligte Kaiser Maximilian den Bau der ersten Donaubrücke in Linz (heute: Nibelungenbrücke). Diese hatte seit 1834 auch die Funktion einer Eisenbahnbrücke übernommen, da die Pferdeeisenbahn von Linz nach Gmunden verlängert werden sollte.
Am 3.März 1497 bewilligte Kaiser Maximilian den Bau der ersten Donaubrücke in Linz (heute: Nibelungenbrücke). Diese hatte seit 1834 auch die Funktion einer Eisenbahnbrücke übernommen, da die Pferdeeisenbahn von Linz nach Gmunden verlängert werden sollte.
Hochwässer, Eisstöße, Franzoseneinfälle (1801, 1805) und schließlich das Dampferunglück 1868 führten dazu, dass dies hölzerne Brücke durch eine Eisenkonstruktion ersetzt wurde.
| Entstehungszeit | 1897 – 1900 | Standort | Stromkilometer 2135 | Entwurf, Ausführung | Anton Birò (k.k. Hofschlosser) und Wiener Firma E. Gärtner | Kosten | 1,2 Mio Kronen | Konstruktion | genietetes Eisenfachwerk, Bogenbrücke | Länge | 375 Meter, freie Stützweite im Fluss von rund 215 Metern | Fahrbahnbreite | 35 Meter | Nutzung | kombinierte Eisenbahn- und Straßenverkehrsbrücke |
Autorin: Ute Streitt
Der Eiffelturm von Linz - Dokumentation zur Ausstellung zur Linzer Eisenbahnbrücke in der Innovationsecke der Dauerausstellung „Technik Oberösterreich“ im Schlossmuseum Linz, 2012.