JULI • WÄRMEMOND • HEUMOND
| 2. JULI | Fällt Regen an Mariä Heimsuchungstag, zehn Tage lang es währen mag. Geht Mariä übers Gebirge nass, bleibt leer Scheune und Fass. |
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| 4. JULI | Wenn’s am Ulrichstag donnert, so fallen die Nüsse vom Baum. |
| 23. JULI | Hundstage – Beginn hell und klar, zeigt an ein gutes Jahr. |
| 25. JULI | Wenn Jakobi klar und rein, wird das Christkind frostig sein. |
| 26. JULI | Anna warm und trocken, macht den Bauer frohlocken. |
| Wettert der Juli mit großem Zorn, bringt er dafür reichlich Korn. | Im Juli viel Rosen – scharfes Wintertosen. |
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| Baut im Juli die Ameis’ groß den Hauf, folgt ein strenger Winter drauf. | Wenn die Distel sich will schließen, Regen wird bald fließen. |
| Alleine dreschen und alleine singen, bringt kein Korn und keine Kinder. | Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide. |
| Nimmt die Magd die Eier fort, schrein die Hühner: „Kindermord“! |
Mit trockenem Wetter rechnen können wir,
wenn die Zaunwinde ihre trichterförmigen
Blüten fröhlich ausgebreitet hat, dann ist
kein Regen im Anzug.
Über's Jahr. Lostage und Bauernweisheiten - Dokumentation zur Sonderausstellung im Freilichtmuseum Pelmberg vom 18. Mai bis 31. Oktober 2019.