März

MÄRZ • LENZING • ACKERMOND

3. MÄRZ Kunigund –
macht warm von unt’.
10. MÄRZ Wie das Wetter am Vierzig–Märtyrer–Tag,
so bleibt es vierzig Tag danach.
12. MÄRZ St. Gregor zeigt dem Bauern an,
ob er im Felde säen kann.
17. MÄRZ Ist St. Gertraud sonnig,
wird’s dem Gärtner wonnig.
19. MÄRZ Ist’s am Josefitag schön,
kann’s nur gut weitergehen.
25. MÄRZ Zu Maria Verkündigung
kommen die Schwalben wiederum.
Säst du im März zu früh,
ist’s oft vergebene Müh.
Ein feuchter, fauler März,
ist des Bauern Schmerz.
Zu Anfang oder zu End’
der März sein Gift send’t.
Märzenferkel, Märzenfohlen
alle Bauern gerne wollen.
Märzenwind und Aprilregen
verheißen im Mai großen Segen.
Wer am Liabstad–Sunnda (4. Fastensonntag)
nix Siaß isst,
kriagt bei da’ Feldarbeit Kreuzweh.
Märzenschnee und Jungfernpracht,
dauern oft kaum über Nacht.
Hat der Bauer kalte Ohren,
hat er seinen Hut verloren.

Fichtenzapfen schließen sich, wenn sich
Niederschläge ankündigen. Bei trockenem
Wetter sind die Fruchtschuppen weit offen.

Über's Jahr. Lostage und Bauernweisheiten - Dokumentation zur Sonderausstellung im Freilichtmuseum Pelmberg vom 18. Mai bis 31. Oktober 2019.