Der Salzumschlag in Gmunden
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts kam die gesamte Salzverwaltung des Salzkammerguts von Hallstatt nach Gmunden in unseren Kammerhof – das heutige K-Hof Museum. Dieses Amt wurde von einem hohen Beamten, dem Salzamtmann geleitet. Die Gmundner Bürger bekamen, wie auch andere im Salzkammergut von da an das Recht, im Inneren Salzkammergut produziertes Salz anzukaufen und weiter zu handeln: ein Teil davon führte dafür im Rathaus die sogenannte „Bürgerliche Salzaufschütt“ und durften nur nackte Salzstöcke auf dem Landweg weiterverkaufen, ein anderer Teil, die sogenannten Salzfertiger, hatte eigene Werkstätten, ihre Salzkeller, wo die Salzstöcke zerkleinert und nur für den weiteren Wasserweg in Fässer (= Küfel) verpackt wurden.
Die Steuerabgaben des gesamten Salzhandels an die Hofkammer in Wien wurden als „Maut zu Gmunden“ bezeichnet. Diese mussten alle Bürger, die Salzhandel betrieben, zahlen. Dafür waren die Salzzähler (am Rathausplatz bzw. beim Traunausfluss) zuständig. Im 18. Jahrhundert erlosch dieses oben genannte Recht der Bürger, sie waren nun nur mehr ein Teilbetrieb der k. k. Salzwirtschaft, die erst ab 1848 weiter liberalisiert und mit Ende des 19. Jahrhunderts völlig aufgelöst wurde.
Autor: Johannes Thomas Weidinger, 2026
Ausstellungsobjekte
Weißes Gold - 500 Jahre Salzhandel mit Böhmen - Dokumentation der Sonderausstellung im K-Hof Kammerhof Museum Gmunden, in Kooperation mit dem Verein "Weg des Salzes", vom 4. März bis 12. April 2026