Geologie des Salzes
Die Salzlagerstätten in der Hallstätter-Zone des Inneren Salzkammerguts (im Modell geol. dunkelrot eingefärbt) stellen eine einzigartige geologische Besonderheit dar: im Oberen Perm vor ca. 260 Mio. Jahren durch Eindampfung in Meereslagunen der Paläotethys entstanden, gehört das Salz- oder Haselgebirge zum ältesten Schichtkomplex der Nördlichen Kalkalpen. Dieses Stoffgemenge besteht vorwiegend aus Steinsalz (NaCl), verschiedenen Sulfaten, wie Anhydrit und Gips (CaSO4 x 2H2O) sowie Ton. Als solches stellte es einen wichtigen Gleithorizont bei der Bildung der Alpen dar, sodass es heute entweder an der Basis der Kalke der Alpinen Trias zu Tage tritt oder auch an tektonischen Brüchen bis zur Oberfläche aufstieg.
In der Hallstätter Zone findet man es vor allem rund um den Plassen bei Hallstatt, rund um den Sandling bei Altaussee oder auch im Bereich von Bad Ischl, wo es vom Menschen entdeckt seit über 7000 Jahren gewonnen und gehandelt wird.
Autor: Johannes Thomas Weidinger, 2026
Ausstellungsobjekte
Weißes Gold - 500 Jahre Salzhandel mit Böhmen - Dokumentation der Sonderausstellung im K-Hof Kammerhof Museum Gmunden, in Kooperation mit dem Verein "Weg des Salzes", vom 4. März bis 12. April 2026