Salzbergbau
Der Anfang des Salzbergbaus in der Jungsteinzeit liegt wohl in der Gewinnung des Salzes aus natürlich austretender Sole im Bereich rund um die heutigen Salzberge. Erst in der Bronzezeit erfolgte allmählich eine bergmännische Erschließung der untertägigen Lagerstätten durch senkrecht abgeteufte Schächte und daran anschließende Querstollen. Hierbei musste die überlagernde Tonschichte, die durch Verwitterung stark ausgelaugt ist und kein Salz mehr enthält, durchteuft werden. Da diese speziell auf Durchfeuchtung mechanisch sehr mobil reagiert, dürfte es durch nachbrechendes Material immer wieder zu Grubenunglücken gekommen sein, von denen manche auch unter Tage sedimentologisch und archäologisch gut dokumentiert sind.
Das vorerst so mühsam erreichte Kernsalz wurde bergmännisch, mit Bronzepickel aus dem Berg geschlagen; erst mit der jüngeren Eisenzeit, aber vor allem ab dem Hochmittelalter setzte sich allmählich der sogenannte „nasse Abbau“ durch, bei dem in großen Kavernen Salz aus dem Berg gelaugt wird. Das nachfolgende Verdampfen der Sole in den Sudhäusern führt bis heute zur Gewinnung des reinen Salzes.
Autor: Johannes Thomas Weidinger, 2026
Ausstellungsobjekte
Weißes Gold - 500 Jahre Salzhandel mit Böhmen - Dokumentation der Sonderausstellung im K-Hof Kammerhof Museum Gmunden, in Kooperation mit dem Verein "Weg des Salzes", vom 4. März bis 12. April 2026