Schienenweg
des Salzes

Schienenweg des Salzes

Flüsse waren und sind bis heute wichtige Energiespender und Transportwege für Wirtschaft und Handel, sie konnten aber vor allem in früheren Zeiten nicht allen technischen oder auch topographischen Herausforderungen gerecht werden. So wurde etwa zu Beginn des 19. Jahrhundert die anfängliche Idee eines Kanalsystems zwischen der Moldau im Norden und der Donau im Süden quer durch das oberösterreichische Mühlviertel zu Gunsten einer Schienenvariante verworfen, da der finanzielle Aufwand einer Umsetzung zu hoch gewesen wäre. Die so projektierte Pferdeeisenbahn war die 2. Eisenbahn auf dem europäischen Kontinent, verband ab 1827 abschnittsweise Linz mit Budweis und wurde bis 1836 weiter nach Gmunden verlängert.

Ihrer sich rasch verändernden Zeit technisch hinterherhinkend, musste sie bereits nach 2 Jahrzehnten auf Dampfbetrieb umgestellt werden, wodurch es auch im Trassenverlauf zu weitreichenden Veränderungen kam. So ist etwa die Originaltrasse der Pferdeeisenbahn auf der Südstrecke nur mehr im Stadtgebiet von Gmunden 2km bis nach Engelhof erhalten und wird dort heute von der modernen Traunseetram genutzt.Autor: Johannes Thomas Weidinger, 2026

Franz Joseph Ritter von Gerstner (1756 – 1832)

Franz Joseph Ritter von Gerstner war ordentlicher Professor für Physik und höhere Mathematik an der Universität Prag, k. k. Wasserbaudirektors sowie Mitbegründer und ab 1806 Direktor des Prager Technischen Instituts.

Franz Joseph Ritter von Gerstner (1756 – 1832)

Franz Joseph Ritter von Gerstner war ordentlicher Professor für Physik und höhere Mathematik an der Universität Prag, k. k. Wasserbaudirektors sowie Mitbegründer und ab 1806 Direktor des Prager Technischen Instituts. Er prüfte im Auftrag der Böhmisch-Hydrotechnischen Privatgesellschaft 1807 die Realisierbarkeit eines Kanalsystems zur Verbindung von Moldau und Donau. Sein Gutachten verwarf das Kanalprojekt und empfahl stattdessen einen Schienenweg von Budweis nach Linz. Sein Sohn Franz Anton leitete diesen Bahnbau bis 1828.

Mathias von Schönerer (1807 – 1881)

Mathias von Schönerer war einer der bedeutendsten Eisenbahningenieure Österreichs. Er war der Erbauer der Südrampe der Pferdebahnstrecke Linz – Budweis und deren Verlängerung bis Gmunden am Traunsee.

Autor: Johannes Thomas Weidinger, 2026


Ausstellungsobjekte

Weißes Gold - 500 Jahre Salzhandel mit Böhmen - Dokumentation der Sonderausstellung im K-Hof Kammerhof Museum Gmunden, in Kooperation mit dem Verein "Weg des Salzes", vom 4. März bis 12. April 2026