Flusswege
des Salzes

Flusswege des Salzes

Flüsse sind bis heute die ältesten Verkehrswege der Menschheit, sehr bald schon lieferten sie auch wichtige Primärenergie oder transformierten diese ab dem 19. Jahrhundert zu wertvoller Elektrizität für weitere wirtschaftliche Aktivitäten.

Dieser Umstand manifestiert sich im geschlossenen Wirtschaftsgebiet des Salzkammerguts mit seinen Transportwegen eindrucksvoll. Gleicht der Lauf der Taun mit seinem scheinbar naturbelassenen Flussbett und Talflanken heute einem dementsprechend geschützten natürlichen Gewässer, so war dieser bis ins 19. Jahrhundert eine technisch raffiniert ausgebaute Wasserstraße. Klausen (= Stauwerken) am Hallstätter- und Traunsee regulierten den Wasserspiegel dieser so wichtigen Speicher, Wehre entlang des Flusslaufs waren mit speziellen Rinnen für die Fahrt flussabwärts (= Naufahrt) und den mit Pferden bewältigten Gegenzug der Salzschiffe talaufwärts ausgestattet. Nebenbei lieferten sie Energie für Mühlen und Fabriken. Spezielle Fahrrinnen dienten dem Umgehen gefährlicher Flussschwellen, wie etwa beim Wilden Laufen beim Ort Laufen oder entlang des Fahrbaren Falls bei Steyrermühl/Roitham. Aber auch so gut wie alle Nebenflüsse der Traun, wie etwa der Goiserer Weißenbach mit seiner Chorinsky-Klause, der Ebenseer Langbathbach und die Aurach mit ihrer Nadasdy-Klause waren für die Trift von Brenn- und Bauholz wichtig und dementsprechend technisch verändert. Ähnlich verhielt es sich mit der Flussverbauung der Donau. 


Autor: Johannes Thomas Weidinger, 2026


Ausstellungsobjekte

Weißes Gold - 500 Jahre Salzhandel mit Böhmen - Dokumentation der Sonderausstellung im K-Hof Kammerhof Museum Gmunden, in Kooperation mit dem Verein "Weg des Salzes", vom 4. März bis 12. April 2026