STADTPLANUNG
Die Städte von Ottokar zeichnen sich durch ihren vielfältigen Urbanismus aus. Historiker unterscheiden mehrere Arten von Plänen für seine Städte. Der häufigste Typ ist der orthogonale (schachbrettartige) Grundriss (wie die Stadt Budweis). Der Straßengrundriss wie in Domažlice/ Taus hingegen ist unter Ottokars-Städten einzigartig.
SAKRALBAUTEN
Die durch Ottokar neugegründeten Städte wurden auch zu Zentren des kirchlichen und geistlichen Lebens. Innerhalb der Städte wurden zahlreiche Klöster gegründet, insbesondere die der Bettelorden, der Franziskaner und der Dominikaner.
STADTBURGEN
In vielen seiner Städte errichtete der Herrscher Burgen des städtischen Typs, auch Schlösser genannt. Als sie gebaut wurden, wurden sie in den Stadtplan aufgenommen, um das Befestigungssystem zu stärken. Manchmal werden diese Burgen als Kastell bezeichnet, d. h. viereckig mit Ecktürmen. Die Burg in der Stadt Písek diente dem Herrscher auch zu Repräsentations- und Wohnzwecken. Zu dieser Burg führt die älteste erhaltene steinerne Brücke Böhmens.
Autoren: Lukáš Reitinger, Svatomír Mlčoch (Inhalt), Martin Polák (Deutsche Übersetzung), 2024
PŘEMSYL OTTOKAR II. - König von Böhmen, Herzog von Österreich - Dokumentation der Sonderausstellung des Vereins der Ottokar-Städte und der Stadt Budweis vom 6. Juli 2024 bis 2. Februar 2025 im Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt.