976-1246: Zeit der Babenberger (Markgrafen und Herzöge Österreichs)
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1139 | Im Zuge des Konfliktes zwischen den Staufen und den Welfen erhalten die Babenberger das Herzogtum Bayern. |
| 1142 | Schenkt Kaiser Konrad III. (1138-1152) das Gebiet zwischen Feldaist und der Janunitz dem Kloster Garsten. Freistadt wird dabei nicht genannt. |
| 1156 | Die Welfen erhalten Bayern zurück. Als Entschädigung wird Österreich zum Herzogtum erhoben. |
| 1171 | Übernehmen die Babenberger die Vogteirechte für alle Besitzungen des Klosters Gleink. |
| 1176 | Vermutete Gründung der Stadt Freistadt, kurz nach dem Einfall Sobieslaws von Böhmen |
| 1192 | Babenbergerherzog Leopold V. (1177-1194) bestätigt die Rechte und Besitzungen des Klosters Garsten zwischen Aist und Jaunitz. Die Babenberger erwerben das Herzogtum Steiermark. |
| 1213 | Kauf der Grafschaft Marchland durch die Babenberger. Mit dieser Transaktion sei auch die Stadt Freistadt an die Babenberger gekommen. Damals vermutete man noch die Gründung der Stadt im 12. Jahrhundert. |
| 1217 | Der Babenberger Leopold VI. (1198-1230) erwarb Linz (1211), Lambach und Wels (1216) sowie Freistadt im Mühlviertel (1217) |
| 1220/1225 | Gründung als feste Grenzstadt und Aufstellung der eigenen Bürgerwehr |
| 1230 | Herzog Friedrich II. (1230-1246, Sohn Leopolds VI.) führte seit 1230 den Bindenschild in seinem Siegel, den dann auch die Habsburger annahmen, um sich damit besonders als Nachfolger der Babenberger zu dokumentieren. |
| 1233 | Geburt Ottokars II. |
| 1241 | Nennung Freistadt als "circa Frienstat", Nennung Freistadt als "Frienstat", Das erste Mal wird der Ort "Frienstat" genannt in dem in seiner Echtheit nicht zweifellos feststehenden Lehensbekenntnis des Herzogs Friedrich II. |
1246-1278: Zeit zwischen den Babenbergern und den Habsburgern
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1246 | Friedrich II. (1230-1246) fällt in der Schlacht an der Leitha gegen Ungarn. Aussterben der männlichen Babenberger. |
| 1247 | Ottokar II. wird Marktgraf von Mähren |
| 1251 | Ottokar II. besetzt Österreich und ist erstmals in Freistadt. |
| 1252 | Ottokar II. heiratet Margarete, die Schwester Friedrichs des Streitbaren und wird Herzog von Österreich. |
| 1253 | Ottokar II. wird nach dem Tod seines Vaters, Wenzel I., König von Böhmen |
| 1254 | Frieden von Ofen zwischen Böhmen und Ungarn. Ungarn erhält die Steiermark |
| 1260 | Schlacht bei Kressenbrunn gegen Ungarn |
| 1261 | Friede von Wien, Ottokar wird Herzog von Steiermark |
| 1265 | Erste Nennung der Stadt Freistadt (über civitatis) - König Ottokar stellt in Freistadt die Bündnisurkunde mit Kapitel, Ministerialien und Passau gegen die Herzöge von Bayern in Freistadt aus ("apud liberam civitatem"). |
| 1273 | Rudolf von Habsburg wird zum König gewählt. |
| 1276 | Freistadt ist Ausstellungsort einer Urkunde König Ottokars für die Stadt Krems. Reichskrieg gegen Ottokar und Friede von Wien. |
| 1277 | Bestätigung des Stapelrechts durch König Rudolf von Habsburg (1273-1291). Freistadt wird ein wichtiger Handelsplatz. Nennung der Stadt als "Vreinstadt". |
| 1278 | Schlacht auf dem Marchfeld. Tod Ottokars II.; Spätester Zeitpunkt der Verbergung des Schatzes vom Fuchsenhof. |
PŘEMSYL OTTOKAR II. - König von Böhmen, Herzog von Österreich - Dokumentation der Sonderausstellung des Vereins der Ottokar-Städte und der Stadt Budweis vom 6. Juli 2024 bis 2. Februar 2025 im Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt.