Die Geschichte des Telefons beginnt eigentlich 1837, als der US-Amerikaner Samuel Finley Morse den Morsetelegraphen konstruierte. Damit wurde die für das Telefon wichtige Vorbereitung der Übermittlung von Signalen durch elektrische Leitungen bereits in die Praxis umgesetzt.
Die Entwicklung des Fernsprechers geht maßgeblich auf Philipp Reis und Alexander Graham Bell zurück. 1861 gelang es Reis, die menschliche Sprache mit einem einfachen Apparat elektrisch zu übertragen. Bell konstruierte einen elektromagnetischen Hörer aus einer Metallmembrane und einer Magnetspule, der als Sender und Empfänger verwendet werden konnte (Patent 1876).
Weitere Meilensteine der Fernsprechtechnik waren die Erfindung des Kohlemikrofons durch Thomas Alva Edison (1877) und David Edward Hughes (1878) sowie des Drehwählers durch Almon Strowger (1889), die zur Selbstanschlusstechnik führte.
Vor der Selbstwahltechnik drehte man, wenn man telefonieren wollte, an der Kurbel. Der Kurbelinduktor funktionierte wie ein Dynamo: Er erzeugte einen Stromimpuls, im Vermittlungsamt fiel die Klappe des Teilnehmers und signalisierte den Gesprächswunsch. Per Hand stöpselte das „Fräulein vom Amt“ die gewünschte Verbindung am Klappenschrank. War das Gespräch beendet, drehte der Teilnehmer erneut die Kurbel und zeigte dem Amt so das Ende des Telefonats an.
Autorin: Ingeborg Micko, 2008
„Das bisschen Haushalt ...“ Geräte und Techniken im Wandel. Dokumentation zur Sonderausstellung im Stadtmuseum Wels-Burg vom 25. Juni bis 26. Oktober 2008.