Hitler betonte stets seine Liebe zur Bildenden Kunst und Architektur. Sein Geschmack war konservativ, er liebte die Kunst des 19. Jahrhunderts, die Moderne lehnte er ab. 1907 scheiterte er an der Aufnahmeprüfung der Wiener Akademie der Bildenden Künste, 1908 ebenso. Die folgenden Jahre verbrachte er, wohnhaft in einem Männerwohnheim, in Wien, seinen Lebensunterhalt verdiente er als Postkarten- und Aquarellmaler. Bis 1920 führte Hitler die Berufsbezeichnung „Kunstmaler“. Die Ablehnung durch die Akademie ist ein oft behandeltes Thema in wissenschaftlichen und künstlerischen Auseinandersetzungen mit Hitlers Biografie: „Was wäre gewesen, wenn ...?“
Autorin: Birgit Kirchmayr
Kulturhauptstadt des Führers. Kunst und Nationalsozialismus in Linz und Oberösterreich. Dokumentation zur Sonderausstellung im Schlossmuseum Linz vom 17. 9. 2008 bis 29. 3. 2009 - ein Kooperationsprojekt des Oberösterreichischen Landesmuseums mit Linz09 Kulturhauptstadt Europas.